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Ambulante Operationen

Von „ambulare“ – Verb, lateinisch für „umhergehen“ oder „spazierengehen“

Kleine Operationen führen wir direkt in der Praxis durch. So wird beispielsweise das Verhütungsstäbchen als „Mini-OP“ direkt in der Praxis eingelegt. Auch die Entnahme von Gewebeproben oder die Eröffnung von Entzündungsherden kann ohne oder mit lokaler Betäubung direkt in der Praxis durchgeführt werden.

Für andere Eingriffe an der Gebärmutter (beispielsweise Spiegelung, Ausschabung, Probenentnahme), der Brust (beispielsweise Eröffnung großer Abszesse, Entfernung gutartiger Tumoren) oder dem äußeren Genitale ist eine kurze Vollnarkose (künstlicher Schlaf) erforderlich. Einige Patientinnen wünschen die Einlage oder den Wechsel von Verhütungsmitteln (beispielsweise Kupferkette, Hormonspirale, Implantat) ebenfalls in Vollnarkose. Auch dies ist natürlich möglich.

Operationen mit Dämmerschlaf oder Vollnarkose erfolgen durch Herrn Neimann bei unserem Kooperationspartner, der OP-Ambulanz in Hannover.

Zur Besprechung der jeweiligen Form der Anästhesie erfolgt einige Tage vor der Operation ein Vorgespräch im OP-Zentrum. So wissen Sie am OP-Tag gleich, wo Sie im Anschluss der Operation abgeholt werden können.

Am Tag der Operation werden Sie durch das Team der OP-Ambulanz vor, während und nach der Operation optimal umsorgt. Für Ihre Begleitung steht währenddessen ein Wartebereich zur Verfügung.

In vielen Fällen ist es hilfreich für die Diagnostik, die Beschaffenheit der Gebärmutterhöhle anzuschauen. Dazu wird die Gebärmutterhöhle mit Wasser gefüllt. Anschließend geht man mit einer sehr kleinen Kamera in die Gebärmutterhöhle ein und kann direkt auf die Schleimhaut, die Eileiterabgänge oder in den Gebärmutterhals schauen.

Eine Gebärmutterspiegelung kann zur Diagnostik – z.B. bei unerfülltem Kinderwunsch – oder zur Therapie – z.B. zur Abtragung von Polypen – durchgeführt werden.

So können beispielsweise gutartige Muskelknoten (Myome) oder Schleimhautwucherungen (Polypen), aber auch besondere Gebärmutterformen (beispielsweise Herzform, Unterteilung, doppelte Gebärmutter) erkannt und teilweise in der gleichen Sitzung von Ihrem Frauenarzt in Peine bei Salzgitter behandelt werden.

Bei der Ausschabung der Gebärmutterhöhle werden die Schleimhaut oder Schleimhautveränderungen an der natürlichen Grenze zur Muskelschicht mit einem bogenförmigen Instrument entfernt und einer mikroskopischen Untersuchung zugeführt. Der Vorgang wird oft lateinisch „Abrasio“ genannt.

Dies erfolgt einerseits zur Diagnostik bei verstärkten, veränderten Blutungen oder auffälligen Ultraschallbefunden. Andererseits kann die Ausschabung eine lang anhaltende Blutung (Dauerblutung) oder sehr starke Blutungen aus der Gebärmutter beenden.

Besonders häufig kommen Blutungsstörungen in den Wechseljahren vor. So wird eine Ausschabung etwa dann durchgeführt, wenn die Blutung rasch gestoppt werden muss und keine Zeit für eine vorherige medikamentöse Therapie ist.

Auch im Rahmen von Schwangerschaftsabbrüchen oder nach Fehlgeburten werden Ausschabungen durchgeführt. Man spricht dann auch von Kürettagen.

Polypen der Gebärmutterschleimhaut sind meist gutartige Wucherungen. Sie werden im Rahmen einer normalen Monatsblutung nicht abgestoßen. Oft fallen Schleimhautpolypen durch Blutungsstörungen wie Zwischen- oder Extrablutungen oder aber im Ultraschall auf.

Eine medikamentöse Behandlung von Polypen existiert nicht. Nur wenn ein Polyp sehr weit unten am Gebärmutterhals sitzt, kann dieser in der normalen Sprechstunde Ihres Gynäkologen in Peine entfernt werden. Sitzen Polypen im Gebärmutterhals oder der Gebärmutterhöhle, erfolgt die Entfernung – meist nach Gebärmutterspiegelung – durch eine Ausschabung.

Leider können Polypen an der gleichen oder an anderer Stelle wiederkehren. Ultraschalluntersuchungen im weiteren Verlauf sind daher sinnvoll.

Viele Frauen wünschen eine dauerhafte, sichere Verhütung, die unabhängig von einer regelmäßigen Anwendung bzw. Einnahme ist. Trotzdem sorgen sich einige Frauen vor der Einlage einer Spirale oder Kupferkette in die Gebärmutterhöhle oder auch dem Verhütungsstäbchen in den Oberarm. Manchmal war auch bei uns oder in einer anderen Praxis die Einlage eines eigentlich gewünschten Verhütungsmittels nicht möglich.

In diesen Fällen kommt eine Einlage unter einem kurzen künstlichen Dämmerschlaf bei unserem Kooperationspartner in Frage. In einigen Fällen werden die Kosten der Anästhesie durch die Krankenkassen übernommen. Sprechen Sie uns gerne an!

Die meisten Gewebeproben (sogenannte Biopsien) können in der Praxis mit oder ohne lokale Betäubung erfolgen. Bei ungünstiger Lage von Befunden (beispielsweise im Bereich der Klitoris) oder wenn gleichzeitig eine Entzündung oder Schmerzen bestehen, kann die Gewinnung von Gewebeproben im künstlichen Kurzschlaf erfolgen.

Wir empfehlen einen Eingriff in Narkose auch dann, wenn nach der Entnahme eine weitere Wundversorgung oder die Notwendigkeit einer Naht erforderlich scheint.

In der Frauenheilkunde kommen vor allem eine Operation am wachen Patienten nach der Gabe von Beruhigungsmitteln, ein kurzer medikamentös erzeugter Dämmerschlaf oder eine Vollnarkose in Frage.

Dämmerschlaf (lateinisch „Analgosedierung“) ist eine „leichte“ Betäubung, bei der die Patientinnen selbstständig atmen. Das Bewusstsein und die Schmerzwahrnehmung werden durch Medikamente kurzzeitig ausgeschaltet.

Bei einer Vollnarkose übernehmen während eines künstlichen Schlafes Maschinen die Atmung. Dafür muss während des Eingriffes ein Schlauch zur Beatmung in den Rachen oder die Luftröhre eingeführt werden. Der Narkosearzt überwacht gleichzeitig Atmung, Kreislauf und Schmerzausschaltung.

Theoretisch wäre die Durchführung vieler Eingriffe auch durch eine Schmerzausschaltung am Rückenmark (Regionalanästhesie) möglich. Durch die lange Wirkdauer könnten die Eingriffe dann aber nicht ambulant erfolgen. Es müsste also eine stationäre Aufnahme erfolgen, obwohl unsere Eingriffe meist nur wenige Minuten andauern.

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